Ein tief bewegendes Buch zum Trösten: „Wie Niklas ins Herz der Welt geriet“ von Gert Scobel, illustriert von Ayano Imai

So schmerzhaft das Gefühl der Trauer sein kann: Für mich hat sie meistens auch etwas Schönes. Das beste Beispiel dafür ist das Buch „Wie Nikals ins Herz der Welt geriet“, ein wunderschöner Text mit dazu passenden Bildern über die Trauer eines Jungen, dessen Hund Lola gestorben ist.

Nichts kann Niklas mehr freuen. Die Spiele mit seinen Freunden machen nicht so viel Spaß wie früher. Er schläft schlecht. Niklas denkt viel nach und stellt Fragen. Ein Satz seiner Lehrerin geht ihm nicht aus dem Kopf: „Man sieht die Schönheit der Dinge immer erst, wenn sie weit weg oder verschwunden sind.“ Eines Tages trifft er im Park einen alten Mann, mit dem er ins Gespräch kommt. Beide fühlen sich in ihrer Trauer vereint, denn die Frau des Mannes ist gestorben.

So reden die beiden über ihre Erinnerungen und Gefühle. Der Mann kann Niklas eine wichtige Botschaft vermitteln: Wenn wir traurig sind, dann fühlen wir manchmal die Kraft des Lebens viel stärker. „Wir spüren dann all das, was uns nahe ist, und all das, was sich weit weg in unendlicher Ferne befindet. Und dabei geraten wir unmerklich ins Herz der Welt.“ Durch diese Botschaft erfährt Niklas, dass Trauer etwas ist, was zum Leben dazu gehört, das man sie annehmen kann und dann getröstet wird, sei es durch das Reden mit einem Menschen, dem es ähnlich ergeht oder durch einen Blick in den Sternenhimmel, der zeigt: „Es ist schön, so wie es ist.“

Gert Scobel / Ayano Imai: Wie Niklas ins Herz der Welt geriet. Berlin Verlag (Bloomsbury) 2008. ab 6 Jahren. 12,90 Euro.

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