Zwei Mal Kamishibai in Neukölln

Ende August hatte ich hier ein kleines Experiment angekündigt: Eine Freundin und ich, wir haben in Berlin-Neukölln einen Kamishibai-Workshop vorbereitet. Wir haben ein Theater gebastelt, eine Geschichte geschrieben und illustriert. Im Zuge unserer „Werbemaßnahmen“ zum Erzählnachmittag ergab sich spontan der Kontakt zur Pfarrerin der Genezareth-Kirche in Neukölln, die uns zum „Nachbarschaftsfest ‚WortReich‘ des interkulturellen Zentrum Genezareth“ einlud.

Diese Einladung nahmen wir gerne an und fanden uns am Freitag, 07. September auf dem Herrfurthplatz wieder, mit einem recht großen Stand und unserem kleinen Theater. Zuerst kamen wir uns ein bisschen verloren vor. Die anderen Stände boten jede Menge Sprachspiele, Bücher, Bilder und vor allem Süßigkeiten. Da kam uns unser Angebot nicht ganz konkurrenzfähig vor. Dann wurden wir jedoch sehr überrascht: Unsere Idee, die Kinder Bilder malen zu lassen, sie im Theater zu zeigen und zu erzählen, was darauf passiert, funktionierte nämlich prächtig. Ganz ohne Süßigkeiten! Wir sammelten so jede Menge schöne Bilder und Geschichten von Mondraketen, Fußballspielen, um die Welt reisenden Drachen, Sonnen in verschiedenen Farben und Autos. An den Themen seht ihr schon, dass vor allem Jungs bei unserem kleinen Theater vorbeikamen.

Der Stand beim Gemeindefest war also eine sehr gute Vorbereitung für unseren Workshop im Kulturcafé Fincan am Sonntag. Hier war unsere Teilnehmerzahl etwas kleiner, dafür waren die beiden Besucherinnen Merle und Hanna umso engagierter und begabter. Es klappte wunderbar, mit den beiden eine Geschichte zu entwickeln, Bilder dazu zu malen und das Ganze in Worte zu kleiden. Zwei Stunden arbeiteten wir konzentriert zusammen, bis wir uns eine Stärkung mit Kuchen und Tee verdient hatten. Den Höhepunkt des Nachmittags stellte die Aufführung der Geschichte vor den Eltern dar, die die beiden Kamishibai-Erzählerinnen wunderbar bewältigten.

Nun überlegen wir, ob und wie wir unseren Kamishibai-Erzählnachmittag verstetigen, wo und wie wir evtl. mit Grundschulen zusammenarbeiten, wo und wie wir finanzielle Unterstützung für unsere Materialkosten herbekommen. Der erste Probedurchgang des Experiments war also ganz erfolgreich, nun basteln wir an einer Fortsetzung, denn Kamishibai ist wirklich spannend.

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  1. Also das finde ich ja immer noch eine so wunder-, wunderschöne Idee. Es ist echt ein Trauerspiel, dass die Tochter einer Freundin noch ein bißchen klein ist, sonst würde ich beide ja sowas zu eurem nächsten Workshop scheuchen.

    Zur Finanzierung. Was mir dazu einfallen würde, sind die Quartiersmanegements der Berliner Bezirke. Ich habe da mal selber ehrenamtlich mitgewuselt und weiß also, dass es da auch Geld zu holen gibt für kiezbezogene, soziale etc. Projekte. Das sollte sich ja mal locker argumentieren lassen in eurem Fall (wir hatten da u.a. ‚Spazierstöcke‘ für Nordic Walking-Kurse). Hier ein Link zur entsprechenden Seite von meinem alten Kiez, in der Hoffnung, dass du dich einfach weiterklicken kannst: http://www.sparrplatz-quartier.de/Quartiersfonds.2047.0.html

    Begeisterte Grüße,
    Jule

    • Vielen Dank für den Tipp. Das Quartiersmanagement hatten wir auch im Visier. Ich muss im Moment nur leider viel arbeiten und „Brötchen verdienen“, so dass die Kamishibai-Sache noch ein bisschen warten muss. Aber bald …

      • Dann ist ja eh super und ihr seid schon voll informiert. Viel arbeiten müssen kann ich gerade sehr gut nachvollziehen (puh), aber so hast du doch schon das Licht am Ende des Arbeitstunnels im Blick. 🙂

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