Ein Sonntagsfrühstück mit Karlsson vom Dach: Das „Astrid-Lindgren-Kochbuch“ von Mamke Schrag und Andreas Wagener

Es ist Herbst, es gibt Äpfel, Kürbisse, Möhren und anderes Obst und Gemüse in Mengen, ich koche und backe gerade ganz gerne. Noch bin ich nicht unter die Food-Bloggerinnen gegangen … dafür habe ich aber eine Entdeckung gemacht, die Spaß am Kochen und Lesen genauso gut verbindet.

Beim Vorlesen der Astrid-Lindgren-Bücher „Immer dieser Michel“ und „Karlsson vom Dach“ gab es mehrere Momente, wo mir das Wasser im Mund zusammenlief, wegen der vielen leckeren Speisen, die genannt werden. Bei Festessen auf Katthult und Weckenschmäusen auf dem Dach wäre ich auch mal gerne dabei. Nun habe ich ein Buch gefunden, das die kulinarische Atmosphäre der Astrid-Lindgren-Bücher zu uns nach Hause holt und Rezepte aus Lönneberga, Bullerbü, der Villa Kunterbunt oder der Krachmacherstraße vorstellt. Eine herrliche Entdeckung!

Die Autoren des Rezeptbuches haben die in den Astrid-Lindgren Büchern erwähnten Rezepte gesammelt und die schwedischen Originalrezepte dazu ausfindig gemacht und niedergeschrieben. So entstand eine recht bunte Mischung aus süßen und herzhaften, alltagstauglichen Gerichten und Kuchen – mit einigen Fischrezepten und allem, was die schwedische Küche zu bieten hat. Wie Fischpudding schmeckt (als Michel aus Lönneberga bei Frau Petrell zu Besuch ist, wird dieser serviert), wollte ich immer schon mal gerne wissen. Zu den einzelnen Astrid-Lindgren-Werken gibt es kurze Einführungen. Zitate aus den Büchern leiten die Rezepte ein, so dass man sich gut erinnern kann, in welcher Situation das Gericht „eingesetzt“ wird.

So haben die Zimtwecken, die Karlsson so gerne stibitzt, schon unseren Frühstückstisch bereichert. Und der Apfelauflauf brachte mir ein Lob meiner Backkünste von unserem Sohn ein. Ganz so wie es im Buch heißt: „Als Nachtisch bekam er [Lillebroer] Apfelauflauf mit Vanillesoße. Da fing er allmählich an zu glauben, dass Fräulein Bock [die etwas griesgrämige Nachbarin] vielleicht doch nicht so übel sei.“

Mamke Schrag, Andreas Wagener: Das Astrid-Lindgren-Kochbuch. Verlag Friedrich Oetinger 2008. Für alle Altersstufen. 16,90 Euro.

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  1. Jaaa, vor allem der Gedanke an Zimtschnecken ruft dieses ganz bestimmte gemütliche Kindheitsglücksgefühl hervor, das an die Astrid-Lindgren-Bücher erinnert, und an die Zeit, in der man sie gelesen hat…
    Aber wie bitte schmeckt denn nun Fischpudding? 🙂

  2. Also Fischpudding müsste ich nicht unbedingt probieren, aber Apfelauflauf hört sich super an. Hui. Ob es auch ein Christine Nöstlinger-Kochbuch gibt… das sind mehr meine Kinderbücher-Essenserinnerungen… Mhhh. Buchteln…

    • Es gibt tatsächlich ein Christine-Nöstlinger-Kochbuch, mit österreichischen Rezepten. Allerdings von ihr selbst geschrieben und ohne Verbindung zu ihren Büchern. Das ist das Tolle am Astrid-Lindgren-Kochbuch, das man die Textstellen und Geschichten dabei hat.

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