Bummeleien.“Bettina bummelt“ von Elizabeth Shaw

bettina bummeltWas für ein herrliches Wort! Bummeln! Mit so schönen Wörterbuchbedeutungen: 1) schlendernd, ohne Ziel durch die Straßen spazieren gehen, 2) Lokale besuchen, 3) langsam arbeiten, trödeln, 4) nichts tun, faulenzen. Mit einer lustigen Wortgeschichte: Es kommt ursprünglich aus dem Niederdeutschen und bezeichnete das Hin- und Herschwanken einer schwingenden Glocke, die das Geräusch „bum, bum“ von sich gibt. Mit interessanten Zusammensetzungen: Bummelzug, Bummelliese, Bummelfritze, Bummelstreik, Bummelant. Was ist bloß ein Bummerl? Aha: so heißt in Österreich umgangssprachlich ein Tor im Sport – wie niedlich!

Ihr könnt lesen: Dieses Wort begeistert mich. Und passenderweise gibt es ein Kinderbuch von meiner Lieblingskindheitsautorin Elizabeth Shaw (über die ich unbedingt noch schreiben möchte, wenn ich endlich mal in diese Bibliothek mit einem hochinteressanten Buch über sie komme) über dieses Wort: „Bettina bummelt“, das ich vor einiger Zeit neu für mich entdeckt habe.

Bettina bummelt gerne auf dem Weg von der Schule nach Hause, die Mutter wartet schon mit dem Essen und ärgert sich über die Unpünktlichkeit ihrer Tochter. Um das Mädchen zu erziehen, werden in der Geschichte die Rollen vertauscht: eines Tages bummelt auch mal die Mutter (sie kauft sich einen neuen Hut – sehr extravagant). So erfährt Bettina, wie es ist, auf jemanden warten zu müssen. Diese pädagogische Botschaft nervt mich ein bisschen, denn ich mag Bummeleien sehr und finde, besonders Kinder sollten das Recht haben zu bummeln (das Mittagessen kann die Mutter ja später warm machen), genauso wie Erwachsene! Nichtsdestotrotz finde ich es toll, dass sich Elizabeth Shaw dieses Wortes angenommen hat und mit der bummelnden Bettina eine schöne Identifikationsfigur für mich geschaffen hat. In diesem Sinne ein Hoch auf das Bummelantentum!

Elizabeth Shaw: Bettina bummelt. Mit Illustrationen von Elizabeth Shaw. Dritte Auflage. Der Kinderbuchverlag 2013. 9,90 Euro. ab 4 Jahren.

Heute kein Frühjahrsputz: „Der Wind in den Weiden“ von Kenneth Grahame

wind in den weidenSo beginnt der wunderbare englische Kinderbuchklassiker „Der Wind in den Weiden“ von Kenneth Grahame, erschienen 1908, den ich euch unbedingt ans Herz legen möchte. Ich hatte damit in den letzten Tagen ein großes Lesevergnügen:

„Den ganzen Vormittag hatte der Maulwurf geschuftet: In seinem kleinen Haus war der Frühjahrsputz ausgebrochen. Zuerst mit Besen und Staubtuch, dann auf Leitern und Stühlen und drittens mit Pinsel und Tünche. […] Der Frühling rumorte oben in der Luft herum und unten in der Erde herum und rund um den Maulwurf herum. Er drang in sein dunkles und bescheidenes Haus und brachte seine eigenen Launen mit: die Unzufriedenheit der Götter und die Sehnsucht. So kann es nicht erstaunen, wenn der Maulwurf plötzlich den Pinsel zu Boden schleuderte, ‚Schwachsinn!‘ und ‚Mit  mir nicht!‘ sagte sowie ‚Zum Henker mit dem Frühjahrsputz‘ und aus dem Haus schoß ohne auch nur einen Mantel überzuziehen.“

Der Maulwurf wältzt sich dann auf einer Wiese. Er fühlt sich prächtig: „Sein Gewissen verhielt sich ganz ruhig: Es quälte ihn nicht und flüsterte ihm nicht ‚Tünche!‘ ins Ohr. Statt dessen fühlte er sich prächtig – als einziger Faulpelz unter diesen tüchtigen Mitbürgern. In den Ferien ist vielleicht nicht das Nichtstun am schönsten, sondern: das Anderen-Leuten-beim-etwas-tun-Zusehen.“

Der Maulwurf geht zum Fluss, den er noch nie zuvor gesehen hat: „Er bebte und bibberte, glänzte und glibberte und sprühte Funken, er rauschte und strudelte, schwatzte und blubberte. Der Maulwurf war bezaubert, verhext und angetan.“

Am Fluss lernt er die Wasserratte kennen, die beiden werden Freunde und erleben einige Abenteuer mit dem adligen Kröterich, der ein Faible für schnelle Autos hat und durch diese Schwäche in große Schwierigkeiten gerät.

Im Laufe der Geschichte werden die schönen Stellen, die im ersten Kapitel so leuchten und begeistern, weniger. Die zahlreichen Charakterstudien von Tieren und die Beschreibung ihres höflichen, oft konflikthaften, aber sehr freundschaftlichen Umgangs miteinander bereiten dennoch viel Vergnügen. Und immer wieder sind schöne, poetische Naturbeschreibungen mit zahlreichen Wörtern, denen man in der Alltagssprache selten begegnet, eingestreut, die eine große Freude an Natur und Beobachtung vermitteln.

Ich habe eine antiquarische Ausgabe von 1973, übersetzt von Harry Rowohlt, mit Bildern von John Burningham, dessen Zeichenstil mich sehr interessiert. Noch schöner sieht aber auch die Ausgabe vom Kein und Aber Verlag von 2004 aus, ebenso in der Übersetzung von Harry Rowohlt, mit Originalillustrationen von E.H. Shepherd, der auch „Pu, der Bär“ bebildert hat. Ein prachtvolles Buch, auch ohne Frühjahrsputz!

Kenneth Grahame: Der Wind in den Winden. Ein Roman für Kinder. Deutsch von Harry Rowohlt. Kein und Aber Verlag Zürich 2004. ab 8 Jahren. 24,80 Euro.

P.S.: Es gibt zahlreiche Adaptionen, Verkürzungen, Auszüge, Varianten und auch Verfilmungen. Die Literaturwissenschaftlerin in mir würde immer auf das ungekürzte Original zurückgreifen.

Vorlesekapitulation?: „Urmel aus dem Eis“ von Max Kruse

Vor kurzem isurmelt der Kinderbuchklassiker „Urmel aus dem Eis“ zu uns gekommen und mutigerweise habe ich mich Hals über Kopf ins Vorlesen gestürzt. Und dann musste ich feststellen: Was für eine schwierige Aufgabe! Dieses Buch halbwegs adäquat vorzulesen, ist mir fast umöglich. Warum?

Hier der Hintergrund der Handlung: Auf der Insel Titiwu leben Professor Habakuk Tibatong, viele Tiere und Tim Tintenkleks glücklich und zufrieden. Das Schwein Wutz führt den Haushalt. Alle Tiere gehen freiwillig in die Sprachschule des Professors – doch alle haben ihre unverkennbare, individuelle Sprechweise. Der Waran Wawa lebt in einer Muschel am Strand von Titiwu. Er hat Probleme mit dem z und sagt stattdessen immer tsch. Ping, ein Pinguin, ist neidisch auf Wawas Muschel und möchte gerne auch eine haben. Sein Sprachproblem ist das sch; er sagt stattdessen pf – so streitet er sich mit Wawa um die „Mupfel“. Daneben gibt es Schusch, den Schuhschnabel, der ä statt dem i setzt. Außerdem ist da noch Seele-Fant, ein See-Elefant, der gerne und oft traurige Lieder singt. Wegen seines Sprachfehlers, statt einem i und e ein ö zu singen, klingt sein Lieblingslied so: „Öch weiß nöcht, was soll ös bedeuten …“

Diese individuellen Sprechweisen sind eine echte Herausforderung für mich als Vorleserin, sie verursachen mir Knoten in der Zunge. Ich habe das Gefühl, man muss den Tierstimmen einen bestimmten Klang geben, um ihre Sprache vorlesen zu können – ich bin allerdings nicht besonders begabt im Stimmen- und Spracheimitieren. Da ich zur Zeit Deutsch als Fremdsprache unterrichte, werde ich öfters nach deutschen Dialekten gefragt. Mein „Kölsch“, „Sächsisch“ oder „Bayrisch“ klingt dann aber immer sehr sehr ungelenk und noch irgendwie sehr hochdeutsch. Genauso geht es mir mit der Variation von Stimmen in Vorlesetexten. Alles klingt mehr oder weniger gleich und ich habe das Gefühl, ich stottere und stammle.

Dabei finde ich die Idee mit den Sprachfehlern sehr einleuchtend und kindgerecht. So können sich die kleinen Sprachlerner, die oft selbst noch manche Laute nicht standardsprachengerecht bilden, gut wiedererkennen. Und lustig sind diese Sprachfehler natürlich auch. Allerdings machen sie mir ein bisschen Probleme beim Verständnis der Geschichte. Vor lauter Zungenverknotung bekomme ich oft nicht mit, was denn eigentlich passiert im Text.

Daher habe ich mir mal eine Zusammenfassung gesucht, die ich euch nicht vorenthalten möchte: Eines Tages schmilzt ein angeschwemmter Eisblock und ein Urmel-Ei wird freilegt. Gemeinsam brüten die Tiere von Titiwu das Urmel aus. Leichtfertig teilt der Professor Habakuk Tibatong per Flaschenpost der Welt mit, dass es Urmels gibt. Das ruft König Futsch, der in der Demokratie eigentlich kein König mehr ist, auf den Plan. Er will das Urmel fangen und in sein Königreich tot oder lebendig bringen. Allerhand Aufregung und Turbulenz folgen.

Die Inhalte der Geschichte finde ich schon ganz spannend. Ein König, der eigentlich kein König mehr ist? Ein Forscher, dessen Forschungsergebnisse nicht anerkannt werden? Was hat das wohl zu bedeuten? Um diese Fragen zu beantworten, muss ich mich aber wohl noch einige Male durch die Sprachfehler durcharbeiten. Mal sehen, ob unser Sohn da mitmacht. Oder ob ich doch auf die Zeichentrickversion – oder auf die Augsburger Puppenkiste – oder auf ein Hörbuch mit Dirk Bach ausweiche?

Max Kruse: Urmel aus dem Eis. Thienemann-Verlag 1995. ab 8 Jahren. 9,95 Euro.

Unsere Leben als Roboter: „Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt“ von Boy Lornsen

robbie tobbieIn den letzten Wochen habe ich ziemlich viel gearbeitet. Zwischen Arbeitsweg, Kita, Spülmaschine, Waschmaschine und Supermarkt spielte sich ein fremd bestimmter Alltag ein, den ich längere Zeit nicht hatte. Da brachten mir ein Vorlesebuch und Unterhaltungen mit unserem Sohn darüber eine schöne Metapher, die meinen Zustand in Worte fasste: Ich fühlte mich oft wie ein Roboter, ferngesteuert, ohne eigenen Antrieb, auf das Funktionieren für andere ausgerichtet.

Die Metapher kam durch „Robbi, Tobbi und das Fliewatüt“ von Boy Lornsen zu uns, einem Kinderbuchklassiker aus dem Jahre 1967, mit Zeichnungen des Jim-Knopf-Illustrators F.J.Tripp, die gleich ein vertrautes Gefühl vermittelten.

Tobias Findteisen, genannt Tobbi, besucht die dritte Klasse der Volksschule und ist Erfinder des Fliewatüüts, eines universalen Fortbewegungsmittels. Denn es kann wie ein Flugzeug fliegen, wie ein Schiff auf dem Wasser schwimmen und wie ein Auto als Landfahrzeug fahren – daher das tüüt. Angetrieben wird das Fliewatüüt mit dem Himbeersaft von Tante Paula, später wird dieser Treibstoff durch Lebertran ersetzt. Tobbi ist Kopilot des Fliewatüüts. Der Pilot heißt ROB 344–66/IIIa, wird aber aus verständlichen Gründen Robbi genannt. Robbi ist in der dritten Klasse der Robotschule. Gemeinsam machen sich die beiden im Fliewatüüt auf, um für Robbi drei Roboterprüfungsaufgaben zu lösen: 1. Aufgabe: Wie viele Treppenstufen hat der gelb-schwarz-geringelte Leuchtturm? 2. Aufgabe: Wer steht am Nordpol und fängt mit „Z“ an? 3. Aufgabe: Suche die dreieckige Burg mit den dreieckigen Türmen und ergründe ihr Geheimnis!

Durch die gemeinsame Lösung der Aufgaben wird Tobbis Traum vom Fliegen mit dem Fliewatüüt Wirklichkeit und Robbi kann in die nächste Roboterklasse versetzt werden. Die beiden Freunde ergänzen sich perfekt. Der kleine Roboter gleicht die Schwächen des Jungen aus. Er kann die weite Strecke vom Nordpol nach Schottland (wo die dreieckige Burg steht) weiter fliegen, wenn Tobbi müde ist. Er benötigt weniger Nahrung als das Menschenkind, nur ab und zu ein bisschen Öl.

Leider besitze ich nicht so viele Roboter-Qualitäten – ich brauche Schlaf und regelmäßige Nahrung ist wichtig. Und Teleskoparme habe ich leider auch nicht. Die hatte sich hingegen unser Sohn vorgestellt. Ein paar Tage lang fuhr er sie am Tisch aus und plötzlich konnte er wundersame Dinge, die vorher der Mama-Roboter erledigen musste, wunderbar selbst verrichten. Auch den Spiral-Hals hatte er von Robbie übernommen und war über Nacht 10cm gewachsen. Die „Ich-bin-ein-Roboter“-Phase dauerte nicht lange an (das Vergnügen am Buch hielt aber schon ein paar Wochen), worüber ich einerseits ein bisschen traurig war, denn Roboter sind irgendwie selbstständiger als Menschenjungen. Ich mich andererseits aber auch freute, denn die Kommunikation mit einem Maschinenkind ist schwierig. Die Maschine war noch eigensinniger als das normale Kind und das raubte der Roboter-Mama mehr Kräfte als der Alltag zwischen Arbeit, Haushalt und Kinderbetreuung.

Boy Lornsen: Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt. Thienemann Verlag 1967. 12,00 Euro. ab 8 Jahren (als Vorlesebuch ab 5 Jahren).

(Fast) ohne Kommentar, einfach nur „Hurra, der Frühling ist da“ von Rose Pflock und Kazuo Iwamura

frühling iwamuraDer Frühling ist noch ganz zart und jung. Die ersten Frühblüher recken sich der zu Kräften kommenden Sonne entgegen. Die Bäume sind noch kahl, das Gras ist noch verhuscht braun-grün-welk. Die Sonne aber tut allen gut und weckt die Lebensgeister, die bald im Überschwang zu spüren sein werden. Zwei Ausdrücke für diese Lebensgeister möchte ich heute mit euch teilen, eine sprachlichen und einen bildhaften. Zwei Ausdrücke, in denen die Frühlingslebensfreude übersprudelt!

Los geht’s mit einem klassischen Frühlingskommentar von Astrid Lindgren, mit einer Textstelle aus „Ronja Räubertochter“, die beim Lesen immer wieder Gänsehaut hervorruft:

„Früher Morgen ist. Wie der erste Erdenmorgen so schön. Die Siedler der Bärenhöhle, hier kommen sie durch den Wald gewandert, und ringsum ist alle Herrlichkeit des Frühlings. In allen Bäumen und allen Wassern und allen grünen Büschen lebt es, es zwitschert und rauscht und summt und singt und plätschert. Überall erklingt das forsche, wilde Lied des Frühlings. Der Frühling ist neu, aber er ist, wie er immer war. ‚Erschrick nicht, Birk‘, sagte Ronja. ‚Jetzt kommt mein Frühlingsschrei!‘ Und sie schrie, gellend wie ein Vogel, es war ein Jubelschrei, den man weithin über den Wald hörte.“ (Astrid Lindgren, Ronja Räubertochter, deutsch von Anna-Liesa Kornittzky, Verlag Friedrich Oetinger)

Die passenden Bilder zum Frühlingsüberschwang gibt es bei „Hurra, der Frühling ist da. Matz, Fratz und Lisettchen im Blütenbaum“ von Kazuo Iwamura.  Drei Eichhörnchen klettern in einem Blütenbaum herum und finden ein Vogelbaby, das Hunger hat. Sie möchten ihm zu fressen geben, wissen aber nicht was. Da kommt die Vogelmutter angeflogen und bringt ihrem Kleinen einen Wurm. Die Bilder zu dieser sehr einfachen, in Reimen verfassten Geschichte, sind so fröhlich, so frühlingsüberschwänglich, dass man den Duft der tausend Blüten im Baum förmlich riechen kann und sich wie die Eichhörnchen fühlt. Na dann mal losgehüpft und losgeschrieen!

Finstere Gestalten: „Die drei Räuber“ von Tomi Ungerer

drei räuberVor kurzem hatte ich schon den Band „Der Mondmann“ aus Tomi Ungerers Schatzkästlein vorgestellt. Das zweite Buch, das mir auf Anhieb gut gefallen hat, war „Die drei Räuber“. Die Geschichte hat mich sofort von ihrer Aussage her begeistert: Es geht nämlich darum, wie aus Menschen, die Böses tun, Wohltäter werden – also um die Wandlung vom Schlechten zum Guten. Die Räuber zeigen, dass Reichtum erst Sinn macht, wenn man damit für jemanden sorgen kann. Beim längeren Nachdenken über das Buch sind mir dann einige Aspekte aufgefallen, die mich erstaunt haben und die ich noch nicht richtig verstanden habe. Aber dazu später mehr, hier erst einmal die Geschichte in Kurzform:

Drei Räuber in weiten schwarzen Mänteln, mit hohen schwarzen Hüten rauben Kutschen aus und versetzen Reisende in Angst und Schrecken. Eines Nachts finden sie in einer Kutsche nicht Gold und Edelsteine, sondern ein trauriges Mädchen, das als Waisenkind auf dem Weg zu einer schrecklichen Tante ist. Die Räuber nehmen das Kind mit in ihre Räuberhöhle. Dort machen sie ihm ein weiches Bett. Das Mädchen entdeckt die angehäuften Schätze der Räuber und fragt, was mit all dem Reichtum passiert. Die Räuber sind erstaunt über die Frage, die sie sich noch nicht gestellt hatten. Weil ihnen das Mädchen so gut gefällt, machen sie sich auf die Suche nach anderen bedürftigen Kindern. Sie kaufen ein Schloss und sorgen für die Kinder.

Die Geschichte enthält zahlreiche Elemente, die die Fantasie anregen: Es geht um Schätze, um ein Waisenkind, es gibt ein Schloss, die Räuber benutzen außergewöhnliche Waffen (eine Donnerbüchse mit Pfefferspray). Das Buch bietet zudem die Quintessenz von Räubergeschichten, die in der Kinderliteratur öfters zu finden sind – man denke an den „Räuber Hotzenplotz“ von Ottfried Preußler. Räuber verletzen andere Menschen und müssen erzogen werden. Sie stellen mit diesem identitären Merkmal Identifikationsfiguren für Kinder dar, denn diese sollen ja schließlich auch erzogen werden.  Die Bilder des Buchs gefallen mir sehr gut. Sie bieten eine schöne Abwechslung zwischen großen Flächen und filigranen Scherenschnittelementen, zwischen bunten Seiten und viel Schwarz, zwischen Stilisierung und Detailtreue. Die Blicke der drei Räuber unter ihren schwarzen Hüten, wenn sie auf ihre erbeuteten Schätze schauen, finde ich großartig. Als Bilderbuchkino kann ich mir die Geschichte sehr gut vorstellen.

Ein bisschen ratlos hat mich die Entwicklung der Geschichte zum Ende hin gemacht.  Die von den Räubern versorgten Kinder werden nämlich alle in rote Uniformen gesteckt. Die kleine Stadt, die um das Schloss herum gebaut wird, wirkt viel zu harmonisch und konformistisch. Die Räuber erscheinen zwar als große Wohltäter, aber auch als Instanzen, die eine freie Entwicklung der Kinder behindern. Die Kinder müssen vorgeschriebenen Lebenswegen folgen, denn sie bleiben alle bis zur Hochzeit im Schloss, danach beziehen sie ein kleines Häuschen in der Stadt vor der Burgmauer. Auf diesen Seiten erschien mir der „Wohlfahrtsstaat“ der Räuber wie eine Diktatur, die die persönliche Entwicklung der Kinder ziemlich einschränkt, wo Dankbarkeit gegenüber den Wohltätern das oberste Gebot ist.  Dieses idyllische Ende erschien mir ein wenig zu dick aufgetragen – aber vielleicht gehört das zur Kinder- und Jugendliteratur dazu: Eine gehörige Portion Harmonie und Struktur mögen Kinder gern und sie sind ja auch die Zielgruppe und nicht unbedingt überreflektierte Erwachsene.

Tomi Ungerer: Die drei Räuber. Diogenes Verlag 2011. Enthalten in: Das Tomi Ungerer Kinderbuch Schatzkästlein. ab 4 Jahren. 19,95 Euro. 

Wie und wo anfangen? „Der Mondmann“ von Tomi Ungerer

mondmannDas Werk von Tomi Ungerer ist beeindruckend. Schon die Biogaphie des Künstlers bei Wikipedia liest sich wie ein Abenteuerroman. Die Liste seiner Bilderbücher für Kinder und Erwachsene ist lang. Sogar ein Museum wurde dem Autor noch zu Lebzeiten gewidmet.

Zu seinem 80. Geburtstag brachte der Diogenes-Verlag eine Sammlung mit vier Bilderbüchern heraus, mit dem ich mich in den letzten Tagen beschäftigt habe. Alle vier Bücher haben einen ganz eigenen Charme, so dass ich wirklich nicht weiß, bei welchem Schatz ich anfangen könnte, um ihn hier vorzustellen. Wie sich dem Werk des großen Künstlers nähern?

Das Schöne an Kinderbüchern ist nun, dass sie meistens einen Bezug zum Alltag bieten, konkrete Anlässe zu denen sie passen. Und so habe auch ich einen Anfang gefunden: Der erste Band von Tomi Ungerer, den ich heute vorstellen möchte, heißt „Der Mondmann“. Das Bilderbuch von 1966 ergänzt hervorragend meine kleine Mondleidenschaft, die ich mit unserem Sohn teile.  Seit er ab einem Alter von ca. 1,5 Jahren ständig auf den Mond zeigte und ihn immer und überall bemerkte, schaue ich mir den Erdtrabanten noch viel lieber an. Mein Lieblingseinschlaflied ist „Der Mond ist aufgegangen“. Heute ist nun Vollmond angesagt, der echte Mondmann könnte heute also gut zu sehen sein (wenn die Wolken es zulassen).

Der kleine, rundliche Mondmann von Tomi Ungerer möchte nicht länger einsam am Himmel wohnen. Er sehnt sich nach Gesellschaft und Abwechslung. Er möchte die Erde besuchen. Als ein Komet an ihm vorbeifliegt, nutzt er die Gelegenheit und hängt sich an ihn dran. Der Empfang bei den Menschen ist jedoch  wenig freundlich, der Mondmann wird ins Gefängnis geworfen, weil er als Eindringling und Feind betrachtet wird. Der Mondmann ist sehr enttäuscht und verzweifelt, da kommen ihm die Mondphasen zur Hilfe. Weil er abnimmt und abnimmt, kann er aus dem Gefängnis verschwinden und sich seinen Traum vom Tanz beim Gartenfest doch noch erfülllen. Lange währt diese Freude nicht, denn schon bald ist ihm die Polizei wieder auf den Fersen. Da kehrt er lieber wieder in seine silberne Wohnung zurück.

Die Erde ist ein sehr unsicherer Platz für den knuddeligen Mondmann, seine Sehnsucht erfüllt sich bei den Menschen nur für kurze Zeit. Am sichersten ist er in seiner Heimat aufgehoben. Vielleicht sollte ich an die Geschichte vom Mondmann denken, wenn ich mal wieder sehnsüchtig den Mond anschaue und mir vorstelle, wie es doch gerade anderswo sein könnte, wo ich nicht bin. Und dann bekommt die melancholische Stimmung des Buchs einen bodenständigen und geerdeten Dreh. Gut, dass der Mondmann seinen Platz am Himmel hat.

Tomi Ungerer: Der Mondmann. Diogenes Verlag 2011. Enthalten in: Das Tomi Ungerer Kinderbuch Schatzkästlein. ab 4 Jahren. 19,95 Euro.

P.S.: Das „Schatzkästlein“ kann einen Einstieg in das Werk von Tomi Ungerer bieten. Ich finde das Format der Bilderbücher aber zu klein. Ich denke, die Illustrationen kommen besser im A4-Format zur Geltung. „Der Mondmann“ ist auch in einer größeren Ausgabe lieferbar.

2. P.S.: Für alle erwachsenen Mondfans habe ich noch einen kleinen Lesetipp: Bernd Brunner: Mond. Die Geschichte einer Faszination. Kunstmann Verlag 2011. 19,90 Euro.

Und noch ein P.S.: In Frankreich ist gerade ein Zeichentrickfilm zum Buch in die Kinos gekommen. Die Bilder dazu sehen zauberhaft aus. Im März soll der Film in die deutschen Kinos kommen. Unbedingt vormerken!

Eine Weihnachtsgeschichte mit viel Exotik: „Babar und der Weihnachtsmann“ von Jean de Brunhoff

In den letzten Tagen habebabar weihnachtsmann ich mir ein paar Gedanken über Weihnachtsbücher gemacht. Und dabei leider keine Ordnung in meine Gedanken bekommen. Ich hätte euch gerne eine Systematik präsentiert, aber die habe ich nicht  gefunden. Es gibt so viele Weihnachtsgeschichten und ich habe bisher nur eine Handvoll gelesen. So habe ich mich entschieden, mal zwei unterschiedliche Bücher vorzustellen, die das Spektrum der Weihnachtsgeschichten repräsentieren. Beide bedienen sehr unterschiedliche Geschmäcker und die „idealen Weihnachtsbücher“ sind sie für mich nicht unbedingt, sie bieten eher Stoff für Diskussionen.

Los geht’s mit einem sehr ausgefallenen, exotischen Buch und einer berühmten und umstrittenen Figur, nämlich Babar, der Elefant.

Einem breiten Publikum bekannt geworden ist der Elefant durch Fernseh- und Zeichentrickserien. Die erste Geschichte in Buchform erschien 1931 (L’histoire de Babar) in Frankreich und erzählt das Schicksal eines Elefantenwaisenjungen. Nach der Ermordung seiner Mutter durch Jäger landet Babar in einer Stadt. Dort nimmt ihn eine alte Frau unter ihre Fittiche und erzieht ihn wie ein Menschenkind. Als junger Mann kehrt er in den Urwald zurück. Da der alte König der Elefanten an einer Pilzvergiftung gestorben ist, nimmt Babar dessen Platz ein. Er macht seine Cousine Celeste zur Königin. Er gründet die Stadt Celesteville, wo die Elefanten nach dem Vorbild der menschlichen Zivilisation leben. Sieben Geschichten über den Elefantenkönig und seine Freunde schrieb Jean de Brunhoff bis 1941, später wurde die Serie durch seinen Sohn fortgesetzt.

In „Babar und der Weihnachtsmann“ hört der Affe Zephir von einem geheimnisvollen alten Mann, der Kindern Geschenke bringt. Er berichtet den Elefantenkindern in Celesteville davon und schlägt vor, diesen sogenannten Weihnachtsmann einzuladen. Leider bekommen die kleinen Elefanten keine Antwort auf ihren Einladungsbrief und so beschließt König Babar, sich auf die Suche nach dem Weihnachtsmann zu machen. Er fährt zuerst nach Paris und erfährt dort von einem Professor, dass der alte Mann mit dem weißen Bart in einem Ort namens PRIMNESTWE lebt. Babar macht sich auf die Reise dorthin und nimmt einen kleinen Hund mit, der gut schnüffeln und Spuren finden kann. Und tatsächlich findet  der Hund die richtige Spur und einige Bergzwerglein, die die Weihnachtshöhle bewachen. Durch einen dramatischen und gleichzeitig glücklichen Zufall landet Babar an seinem Ziel und er kann den Weihnachtsmann fragen, ob er ins Land der Elefanten mitkommen möchte. So ergibt es sich, dass der alte Mann einen Erholungsurlaub in Afrika unternimmt.

So exotisch diese Reise des Weihnachtsmannes anmutet, so ausgefallen erscheint das ganze Buch. Es kommt in einem großen Format daher, als Schriftart wurde eine Schreibschrift gewählt, eine Art Schulausgangssschrift mit französischen Buchstaben. Die sehr flächigen Illustrationen schaffen eine leichte und helle Atmosphäre, die sich stark abhebt von all den gemütlichen, anheimelnden, weich gezeichneten Bildern, die man sonst in Weihnachtsbüchern so findet. Gut gefällt mir dabei eine Doppelseite, auf der die Weihnachtshöhle mit viele Kammern und Aufzügen abgebildet ist.

Skeptisch bin ich, was die „Ideologie“ der Geschichte angeht. Es wird stark hervorgehoben, dass der Weihnachtsmann vor allem eingeladen wird, weil er Spielzeuggeschenke bringt. Zudem haftet den Babar-Geschichten ein bitterer Beigeschmack an, denn man kann ihnen durchaus den Vorwurf eines kolonialistischen Blicks machen. Der Elefantenkönig Babar bringt den armen Wilden in Afrika die Kultur aus Europa. Nun muss sogar der europäische und menschliche Weihnachtsmann das Fest der Elefanten bereichern. Da sollte ich mich mal noch nach einem Buch umschauen, in dem Weihnachtsbräuche aus verschiedenen Kulturen vorgestellt werden.

Jean de Brunhoff: Babar und der Weihnachtsmann. Diogenes Verlag 3. Auflage 2006. 19,90 Euro. ab 5 Jahren. 

Drachen überall – Drachen in der Literaturgeschichte

Copyright 2008 – Karin Dickel-Jonasch http://www.scherenschnitte-online.de

Vor einiger Zeit habe ich einen Artikel für ein literaturwissenschaftliches Handbuch verfasst. Das „Lexikon literarischer Symbole“ ist vor kurzem erschienen, was mir nun Gelegenheit gegeben hat, darin noch einmal zu blättern. Dabei bin ich auf den sehr schönen Artikel meiner Kollegin Claudia Lauer zu „Drachen“ gestoßen, der wunderbar ein paar unserer Buchentdeckungen aus den letzten Wochen ergänzt und ein neues Licht auf einen Lieblingsklassiker wirft.

Die Verfasserin des Lexikonartikels schreibt, Drachen seien in der Literatur Symbole des Glücks, des Destruktiven, des Bösen und der Unterwelt. Sie verkörpern innere Zustände, Entwicklungsprozesse und politische Herrschaftssysteme. Als Glücksbringer, die von einem Helden bezwungen worden sind, verschaffen sie dem Bezwinger physische Kraft, materiellen Gewinn, Weisheit sowie besondere Fertigkeiten. Sie können den Menschen als Gefährten dienen. Als Repräsentanten  des Bösen und der Unterwelt fordern sie Helden heraus und stellen sie auf eine Probe. Im Kampf mit ihnen ist Mut und Kraft gefordert. Wenn der Drachen bezwungen wurde, zeigt sich oft ein guter Kern Hässlichen, das Böse wir relativiert. In der Psychoanalyse wird der Kampf mit dem Drachen als Ereignis der Persönlichkeitsentwicklung, die zu einer Befreiung gegen regressive Mächte dient, beschrieben. Die Mächte, die Drachen repräsentieren, können z.B. das männliche-patriarchalische Prinzip oder politische Tyrannen sein.

In der Kinder- und Jugendliteratur sind Drachen sehr weit verbreitet. In unserem Lieblingsklassiker „Jim Knopf und Lukas, der Lokomotivführer“ kämpfen die beiden Helden gegen den Drachen Frau Mahlzahn und geben ihm nach ihrem Sieg die Chance, sich in einen goldenen Drachen der Weisheit zu verwandeln. Als Symbol der Persönlichkeitsentwicklung hatte ich diese Figur bisher schon gelesen. Nach der Lektüre des Artikels erscheint mir die politische Bedeutung aber auch sehr wichtig. Frau Mahlzahn wohnt schließlich in der Drachenstadt Kummerland, die eindeutig Merkmale eines nationalsozialistischen Staates trägt. Die Versöhnung mit dem Drachen nimmt dann aber ziemlich revisionistische Züge an, die wohl der Entstehungszeit des Buches (Ende der 1950er Jahre) geschuldet ist.

Der zweite Drachen ist mir vor kurzem in einem Antiquariat begegnet. Gezeichnet hat ihn der in Österreich lebende Illustrator Walter Schmögner. Der Drache ist eindeutig ein Glücksdrache, seine Befreiung aus der Unterwelt bewältigt er ohne die Hilfe eines Helden. Das Unglück, das er überwindet, heißt Einsamkeit und Langeweile, besiegt wird es durch einen Besuch im Zoo , wo er seine Kuntstücke vorführen  und die anderen Tiere belustigen kann. Auf dem Weg dorthin trifft er zudem eine kleine Maus, die am Ende seine Gefährtin wird. Die Geschichte des Drachen in „Das Drachenbuch“ ist wie ein Comicstrip gezeichnet. Die Bilder sind sehr charmant, fröhlich und komisch. Eigentlich viel zu schade, um sie zwischen zwei Buchdeckeln zu verstecken.

Der dritte Drachen hat uns aus dem Kindergarten heimgesucht. Gerade wünsche ich mir dringend einen Helden, der ihn besiegt! „Der kleine Drache Kokosnuss“ nervt nämlich mit seinem platten und biederen Charakter und seinen schlecht erzählten Geschichten ganz schön. Unser Sohn hat sich wohl symbolisch in die Unterwelt der Kinderliteratur locken lassen. Wie kriegen wir ihn da bloß wieder raus? Denn als Gefährten und Glücksbringer wünsche ich mir für mein Kind keine verniedlichten, kreuzbraven Wesen, die selten eigene Ideen in ihre Abenteuer einbringen.

Günter Butzer, Joachim Jacob (Hrsg.): Metzler Lexikon literarischer Symbole. Zweite Auflage. Metzler Verlag Stuttgart 2012.

Michael Ende: Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer. Thienemann 2004. ab 6 Jahren. 14,90 Euro. (Gebunden mit Halbleinen)

Walter Schmöger: Das Drachenbuch. Insel Verlag 1969. ab 4 Jahren. Neuauflage: Residenz Verlag 2010. 8,90 Euro.

Ein nachträglicher Geburtstagsgruß: Fredrik Vahle zum 70. Geburtstag

Schon lange wollte ich mal über Fredrik Vahle schreiben, nun endlich habe ich einen guten Anlass gefunden. Der Sänger und Liedermacher wurde am 24. Juni 70 Jahre alt – was ich leider ein bisschen spät entdeckt habe – und Jubiläen liefern immer Gründe über Künstler zu sprechen. Also herzlichen Glückwunsch nachträglich, lieber Herr Vahle! Ich wünsche Ihnen und ihrem Publikum, dass Sie noch lange Freude am Musikmachen haben.

Da ich als DDR-Kind eher mit Musik von Gerhard Schöne aufgewachsen bin, waren mir die Lieder von Fredrik Vahle neu. Westdeutsche Freundinnen schwärmten mir begeistert von ihren Kinderheitserinnerungen an die Musik vor. In Gießen – in einem dortigen Vorort wohnt der Künstler – konnte ich durch ihn Verbindungen knüpfen, die mir die Stadt und Region ein bisschen erträglicher machten.

So haben sich bei mir in den letzten drei Jahren einige Szenen im Kopf eingenistet und ein Band zur Musik von Fredrik Vahle ist entstanden. Ich mag jedenfalls sehr die CD „Die Hits vom Fritz“ mit insbesondere „Anne Kaffeekanne“ (mein Lieblingslied), „Der Cowboy Jim aus Texas“ oder dem „Katzentanzlied“. Im Frühjahr 2010 haben wir ein sehr schönes Konzert in einer Grundschule besucht. Im Sommersemester 2011 unterrichtete an der Uni Gießen doch just Fredrik Vahle im Raum neben mir. Ich gab mein erstes Proseminar und huschte bei Ukulele-Klängen in den Seminarraum, wo die Studierenden auf mich warteten. Glücklicherweise waren meine Seminarteilnehmer sehr engagiert, sonst wäre die Versuchung zu groß gewesen, meine Sitzung früher zu beenden, um noch ein wenig Fredrik Vahle zu lauschen. Gerne hätte ich auch mal ein Seminar bei ihm besucht – aber das ist leider Musikpädagogikstudierenden vorbehalten.

Die Musik von Fredrik Vahle repräsentiert für mich ein gewisses bundesdeutsches Milieu, das seine Blütezeit in den 1980er Jahren hatte. Seine bekanntesten Kompositionen sind gesellschaftlich engagiert und greifen Themen wie Umweltschutz, Integration von Ausländern, Arbeitslosigkeit oder den Wunsch nach Frieden auf. Seine Musik integriert Elemente der Popmusik, des Folk und traditioneller Volksmusik aus vielen Ländern. In den letzten Jahren komponierte er vor allem „neue Bewegungslieder“, die ich noch nicht so gut kenne. Bei Beltz&Gelberg sind im Juni anlässlich des Geburtstages Geschichten und Gedichte von Fredrik Vahle mit lllustrationen von Verena Ballhaus erschienen.

Fredrik Vahle und Verena Ballhaus: Ich und du und der Drache Fu. Geschichten und Gedichte. Beltz&Gelberg 2012. ab 6 Jahren. 14,95 Euro.

Hier gibt es eine Übersicht über Konzerte mit Fredrik Vahle.