Wie geht es weiter? Uwe Timm: Die Zugmaus

Dieses Buch habe ich im Verkehrsmuseum in München entdeckt, in der Eisenbahnabteilung, an einer Hörbuchstation. Die Geschichte passt perfekt zu uns: Es geht ums Reisen. Wir fahren genauso gerne Zug wie die kleine Maus Stefan. Eines ihrer Reiseziele ist Paris, zu dem ich auch eine besondere Verbindung habe, da ich mal einige Zeit dort gelebt habe. Zwar habe ich eine kleine Mäusephobie, so dass ich mich erst an die Helden gewöhnen musste. Aber das Buch vermittelt viel Verständnis für die kleinen Nager und vielleicht kann ich so meine Abneigung noch überwinden.

Ich war sehr gespannt auf die Geschichte und habe mich aufs Vorlesen gefreut. Nun werde ich aber leider arg auf die Folter gespannt. Unser Sohn bekam nämlich im Laufe der ersten Kapitel Angst vor der Idee, dass eine kleine Maus ohne ihre Eltern, also mutterseelenallein, durch die Welt reist. Seither darf ich nur die ersten und letzten Kapitel vorlesen. Ganz, ganz langsam arbeiten wir uns voran und in Paris sind wir noch lange nicht. Schade, denn ich würde gerne mal wieder – wenn auch nur in Gedanken – einen Ausflug in die französische Hauptstadt machen ….

Dafür kennen wir aber schon die Wiedersehensfreude am Ende, wenn die Zugmaus ihre Eltern wiederfindet. Und das Vorlesen macht auch so Spaß, denn man lernt durch das Buch viele Orte und Länder kennen – auch sprachlich, denn die Figuren sprechen teilweise Dialekt. Unser Sohn versucht sich nun in Schweizerdeutsch, das eine Reisebekanntschaft spricht und ich mehr schlecht als recht vorgelesen habe. Im Zusammenspiel mit den englischen Durchsagen der Deutschen Bahn, die mein Zuhörer mit Leidenschaft nachzusprechen versucht, gibt das ein ganz schönes Kauderwelsch.

Uwe Timm: Die Zugmaus. dtv junior 2003. ab 4 Jahren. 7,20 Euro.

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Unser Bücherparadies wäre … Japan: Jede Menge Eisenbahnbücher

Eine Freundin aus Frankreich lebt gerade in Japan. Sie hat sich in der dortigen französischen Community umgehört und eine Mutter getroffen, die von ihren Kinderbucherfahrungen erzählt hat. Hier ihr Bericht (mit fiktiven Namen):

Catherine und Pierre (6 Jahre) lesen meist französische Kinderbücher vor, obwohl Pierre  in den japanischen Kindergarten geht und bald die Grundschule in Kyoto besuchen wird. Für Catherine ist es schwierig, japanische Kinderbücher vorzulesen, weil es nicht ihre Muttersprache ist. Sie meint, wenn sie stottert oder stammelt, ist Pierre gleich nicht mehr am Buch interessiert. Trotzdem haben sie auch japanische Bücher in ihrem Regal, die ihnen gut gefallen. Und das sind – sehr zu unserer Freude – vor allem Eisenbahnbücher! Da das Zugsystem in Japan mindestens genauso gut ausgebaut ist wie in Deutschland, scheint dieses Genre dort recht weit verbreitet zu sein und die Ästhetik der Bücher gefällt mir sehr gut. Aber seht selbst, denn meine Freundin hat uns ein ganz tolles Exemplar geschenkt, von dem ich sehr begeistert bin:

でんしゃでいこう Densha de ikoo („Fahren wir mit dem Zug!“) von Masae Naokata (Hisakata Verlag, 2001) — ab 3 Jahren. Das Buch gefällt mir, ohne dass ich seinen Text kenne. Ich muss noch eine Japanerin / einen Japaner in Berlin finden, die / der uns das Buch übersetzt. Es kann in beide Richtungen gelesen werden und somit fällt nicht besonders auf, dass japanische Bücher eigentlich von hinten nach vorne gelesen werden. Das Buch imitiert eine Zugstrecke, der Zug fährt immer hin und zurück. Mein Sohn liebt diese Vorhersehbarkeit der Ereignisse und mag es außerdem sehr, Linien mit dem Finger nachzufahren, was bei diesem Buch sehr gut möglich ist. Catherine meint, dass der Text ziemlich einfach auf Japanisch vorzulesen ist, da es viele Lautmalereien wie „de-de-do-do“ gibt. Interessant ist übrigens auch, dass jeder Zug in Japan sein eigenes Geräusch macht – in Frankreich machen alle Züge „tchou-tchou“, in Deutschland „tsch-tsch-tsch“! Der Zug in dieser Geschichte fährt durch japanische Landschaften und die vier Jahreszeiten. Kleine Fenster sind aufgeschnitten für Tunnel! Die Tunneldurchfahrten strukturieren die Seiten und bereiten die Ausblicke auf die Landschaften vor. Die Landschaftsbilder erinnern an den berühmten, traditionellen japanischen Maler Hokusai. Die Figuren, die als Passagiere im Zug mitreisen, haben hingegen etwas Comichaftes im Stil von Hergé an sich. Mein Sohn und ich, wir hatten jedenfalls schon von viel Freude mit diesem japanischen Bücherschatz und meiner Meinung nach fehlt ein solches Buch auf dem deutschen Kinderbüchermarkt!

Catherine und Pierre haben noch weitere Zug- und Verkehrsbücher in ihrem Bücherregal, die ich euch auch gerne noch vorstellen möchte:

カンカンカンでんしゃがくるよ Kan-kan densha ga kuruyo („Kan-kan, hier kommt der Zug!“) von Mitsuo Tsuda (Shin Nihon Shuppansha Verlag, 1990) — ab 3 Jahren. Noch eine Zuggeschichte! Zwei Freunde, ein Elefant und ein Kaninchen stehen am Bahnübergang und verschiedene Züge (nochmal mit unterschiedlichen Geräuschen) fahren vorüber.

うみへいくピン・ポン・バス Umi eku ping-pong bassu („Die Ping-Pongs fahren nach Umi mit dem Bus“) von Fumiko Takeshita (Text) und Mamoru Suzuki (Bilder) (Kaiseisha Verlag, 2004) — ab 3 Jahren. Zum Schluss noch ein Verkehrsbuch, dieses Mal mit einem Bus als Transportmittel. Dieses Buch erzählt die Reise einer Familie (Eltern + 1 Sohn + 1 Tochter) zum Strand. Die Bilder sind nette Gemälde und der Bus fährt durch die Stadt und dann über Land.

Herzlichen Dank an Magali für die Vorstellung der Bücher und die Bilder! Der Bericht geht noch weiter. In den nächsten Tagen gibt es eine Fortsetzung zur japanischen Kinderliteratur.

Meine Lieblingsstellen und Lieblingsfiguren: „Jim Knopf und Lukas, der Lokomotivführer“

In „Jim Knopf und Lukas, der Lokomotivführer“ sowie „Jim Knopf und die wilde 13“  wimmelt es von phantastischen Figuren, deren Eigenschaften aber gar nicht soweit entfernt von der Realität sind wie sie auf den ersten Blick scheinen. Diese Art von Phantastik gefällt mir sehr gut, daher möchte ich meine beiden Lieblingsfiguren und schöne Passagen, in denen ihre Eigenarten erläutert werden, vorstellen.

1) Ping Pong und die mandalanischen Speisen

Das mandalanische Kind, bzw. Kindeskind, Ping Pong, ist 368 Tage alt, kann jedoch schon perfekt sprechen und für sich selbst sorgen. Zwar trägt der kleine Mandalanier noch Windeln, allerdings besitzt er so viel Mut und Verstand, dass er Jim und Lukas aus einer sehr gefährlichen Situation befreit. Er ist sehr hilfsbereit. Bei ihrer ersten Begegnung bietet er den beiden Freunden, die hungrig und ohne Geld in Mandala gelandet sind, einheimische Speisen an:

„’Und was darf ich den ehrenwerten Fremdlingen nun zu essen bringen?‘ ‚Ja‘, meinte Lukas ein wenig ratlos, ‚was gibt’s denn?‘ Der kleine Gastgeber begann eifrig aufzuzählen: ‚Vielleicht hundertjährige Eier auf einem zarten Salat aus Eichhörnchenohren? Oder möchtet ihr lieber gezuckerte Regenwürmer in saurer Sahne? Sehr gut ist auch Baumrindenpüree mit geraspelten Pferdehufen überstreut. Oder hättet ihr gern gesottene Wespennester mit Schlangenhaut in Essig und Öl? Wie wäre es mit Ameisenklößchen auf köstlichem Schneckenschleim? Sehr empfehlenswert sind auch geröstete Libelleneier in Honig oder zarte Seidenraupen mit weichgekochten Igelstacheln. Vielleicht zieht ihr aber knusprige Heuschreckenbeine mit einem Salat aus pikanten Maikäferfühlern vor?‘ (aus: Siebentes Kapitel, in dem Emma Karussell spielen soll und die beiden Freunde ein Kindeskind kennenlernen, S. 50)

2)  Herr Tur Tur und die Verschiebung der Perspektive

Neben  Ping Pong helfen zwei weitere Figuren Jim und Lukas auf ihrem Weg in die Drachenstadt. In der Wüste „Das Ende der Welt“ treffen sie den Scheinriesen mit Namen Herr Tur Tur, der sich sehr einsam fühlt. Alle Menschen haben Angst vor ihm, weil er so groß scheint. Die Erklärung seiner Eigenart gibt ein gutes Beispiel für Michael Endes Verfahren Phantastik und Naturwissenschaft zu verbinden:

„Herr Tur Tur nickte ernst und fuhr fort: ‚Wenn einer von ihnen jetzt aufstünde und wegginge, würde er doch immer kleiner und kleiner werden, bis er am Horizont schließlich nur noch wie ein Punkt aussähe. Wenn er dann wieder zurückkäme, würde er langsam immer größer werden, bis er zuletzt in seiner wirklichen Größe vor uns stünde. Sie werden aber zugeben, dass der Betreffende dabei in Wirklichkeit immer gleich groß bleibt. Es scheint nur so, als ob er erst immer kleiner und dann wieder größer würde.‘ ‚Richtig!‘ sagte Lukas. ‚Nun‘, erklärte Herr Tur Tur, ‚bei mir ist das einfach umgekehrt. Das ist alles. Je weiter ich entfernt bin, desto größer sehe ich aus. Und je näher ich komme, desto mehr erkennt man meine wirkliche Gestalt.‘ ‚Sie meinen‘, fragte Lukas, ‚Sie werden gar nicht wirklich kleiner, wenn Sie näher kommen? Und Sie sind auch nicht wirklich so riesengroß, wenn Sie weit entfernt sind, sondern es sieht nur so aus?‘ ‚ Sehr richtig‘, antwortete Herr Tur Tur. ‚ Deshalb sage ich, ich bin ein Scheinriese. Genauso, wie man die anderen Menschen Scheinzwerge nennen könnte, weil sie ja von weitem wie Zwerge aussehen, obwohl sie es gar nicht sind.’“ (aus: Siebzehntes Kapitel, in dem der Scheinriese seine Eigenart erklärt und sich dankbar erweist, S. 132)

Michael Ende: Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer. Thienemann 2004. ab 6 Jahren. 14,90 Euro. (Gebunden mit Halbleinen)

Begegnungen mit Jim Knopf

Herzlich willkommen im Blog-Jahr 2012. Auf spannende und fröhliche zwölf kommende Monate mit vielen Entdeckungen beim Vorlesen. 

Und nun geht es los:

Seit nun schon vier Monaten herrscht bei uns die „Jim-Knopfo-Manie“. Es fing mit zwei Bilderbuchausgaben von einzelnen Episoden – „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer machen einen Ausflug“ sowie „Wie Jim Knopf nach Lummerland kam“ – an. Dann wurde es durch eine kleine Theateraufführung im Kindergarten, bei der die großen Jungs die Piratentruppe namens „Die Wilde 13“ spielen durften, aufgegriffen. Die Jungs nannten ihre Erzieherin plötzlich „Frau Mahlzahn“ und ich hatte keine Ahnung, was das zu bedeuten hatte …

Außerdem wurde die Manie unterstützt durch Hörbücher, die ich irgendwann mal günstig gekauft hatte. Auf den CDs liest Michael Ende die Geschichte selbst vor und ich bin immer wieder fasziniert von der Art, wie er das tut. Den Mittagspausen am Wochenende, in denen wir die CDs hören, fieberte ich immer entgegen, um der tollen Stimme lauschen zu können. Schließlich habe ich den Band „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ besorgt und nun steht jeden Abend ein Kapitel zum Vorlesen an. In den Ferien sind es auch öfters mal mehr geworden.

Zwischenzeitlich habe ich mir ziemliche Sorgen gemacht: Zum einen weil bei der Hartnäckigkeit und Ausdauer, mit der mein Sohn nach dem Buch verlangt, jegliche sonstige Lektüreerfahrung, die im Blog dokumentiert werden könnte, unmöglich wird. Zum anderen weil mir immer wieder ein Lied von der Band Tocotronic, die ich in meiner Jugend sehr verehrt habe, in den Sinn kam. Es heißt: „Michael Ende, du hast mein Leben zerstört“, erschien 1995 auf der Platte „Nach der verlorenen Zeit“. Hier ist der Text:

Ein Lied mehr zur Lage der Nation, // und zur Degeneration meiner Generation. // Zur Unentschlossenheit der Jugend, // zur Verdrossenheit der Tugend. // Zu meiner aussichtslosen Lage, // und zur Klärung der Schuldfrage. // Und darum klag ich an:

Michael Ende, nur du bist schuld daran, // Daß aus uns nichts werden kann. // Du hast uns mit deinen Tricks, // aus der Gesellschaft ausgeixt. // Mit den Eltern aller Schichten, // willst du uns vernichten.

Der Song ironisiert Diskussionen über den Einfluss von Büchern auf junge Menschen. Michael Endes Werken, insbesondere auch den beiden Jim-Knopf-Bänden, wurde immer vorgeworfen, sie seien eskapistisch und würden gesellschaftlichen Fragen ausweichen, weil sie Fantasiewelten entwerfen und das Verschwinden von Fantasie anprangern. Seine Bücher seien „Opium für Kinder“.

Diese Kritik ist auf der inhaltlichen Ebene unberechtigt. „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ nimmt mehrere gesellschaftliche Debatten auf und thematisiert wichtige Fragen, wie ich in einem späteren Blogeintrag noch ausführlich erläutern möchte. Diese sind freilich relativ eng an den Entstehungszeitraum des Buches, also die 1950er Jahre und an den Nationalsozialismus gebunden.

Auf der Ebene des Gebrauchs ist die Kritik jedoch nachvollziehbar, denn bei der Sogwirkung, die das Buch bei unserem Sohn bisher entfaltet hat, frage ich mich schon, ob Lesen manchmal vielleicht doch schadet. Weil es von anderen wichtigen Erfahrungen abhält. Weil manche Geschichten den ganzen Verstand einzunehmen scheinen und kaum noch Platz für andere Gedanken bleibt. Das Lesen hat ein sehr positives Image, aber gibt es nicht auch hierbei manchmal ein Zuviel des Guten?

Ich hoffe, es wird euch in den nächsten Wochen nicht zuviel Jim Knopf, denn ich habe noch mindestens zwei Blogeinträge zu Michael Endes Roman in der Schublade. Dabei bin ich auch gespannt auf eure Erfahrungen mit Michael Endes Werk. Welchen Einfluss hatte Michael Ende auf euer Leben?

Michael Ende: Wie Jim Knopf nach Lummerland kam. Thienemann 2010. ab 2 Jahren. 6,95 Euro. (Pappbilderbuch)

Michael Ende: Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer machen einen Ausflug. Thienemann 2007. ab 2 Jahren. 5,95 Euro. (Pappbilderbuch)

Michael Ende: Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer. Thienemann 2004. ab 6 Jahren. 14,90 Euro. (Gebunden mit Halbleinen)

Besuche in unserer Stadtbücherei

Seit 2009 ist die Gießener Stadtbibliothek im neuen Rathaus untergebracht und verfügt seither über helle, freundliche und großzügige Räume, die den Besuch in der Bücherei zu einem Vergnügen machen. Mit einem Veranstaltungsprogramm und einem großen Lesebereich für Kinder – mit Piratenschiff! – wird in besonderem Maße die junge Zielgruppe angesprochen. Wir nutzen diese Angebote gern und häufig und werden hoffentlich bald zu Büchereiprofis.

Zur Zeit üben wir noch bisschen: Da sind zum Beispiel die Büchervorlieben meines Sohnes, die nicht immer bibliothekskompatibel sind. Er sucht sich bevorzugt die Bücher aus, die wir schon einmal ausgeliehen haben und die sich meistens um das Thema „Eisenbahnen“ drehen. So haben wir nun zum vierten Mal „Wo ist mein Koffer? Peter am Bahnhof“ mit nach Hause genommen. Und beim letzten Besuch gab es einen Beinahe-Wutanfall, weil „Auf der Reise“ leider immer noch von einem anderen Kind ausgeliehen ist. Ein paar mehr Bücher mit ICEs, Bahnhöfen oder Dampflokomotiven würden mir als Mutter das Leben erleichtern. Glücklicherweise erweitert sich langsam das Interessenspektrum meines Sohnes, inzwischen akzeptiert er auch Bücher über die Feuerwehr mit denen unsere Stadtbücherei bestens ausgestattet ist.

Bei der Ausbalancierung zwischen dem, was in der Bibliothek vorhanden ist, und dem, was mein Kind      interessiert, hilft mir und behindert mich zugleich das Sortiersystem der Bilder- und Kinderbücher. In unserer neuen Stadtbücherei sind die Bücher nicht in Regalen aufgestellt, sondern in quadratischen Kisten, deren Systematik sich mir nach etlichen Besuchen noch nicht erschlossen hat. Ich denke, es gibt keine, was ja auch Sinn macht, wenn Kinder stöbern sollen. Gleichzeitig verstecken sich die Eisenbahnbücher aber immer dummerweise in der allerletzten Kiste, die ich durchsuche, egal in welcher Ecke des Lesebereichs ich anfange. So viel Geduld und Übersicht, aus über 100 Büchern, ein richtiges herauszusuchen, kann man von Dreijährigen noch nicht verlangen. Und so rutsche ich auf Knien über den Teppichboden, sortiere stapelweise Bücher aus, die ich interessant finde und dann wieder zur Seite lege, weil keine Eisenbahnen vorkommen, und versuche gleichzeitig, das Seeräuberschiff im Auge zu behalten, wo mein wilder Pirat seinen Platz auf der Kommandobrücke vehement verteidigt. So führt diese etwas anstrengende Kombination aus Stöbern und Suchen manchmal zu neuen Entdeckungen, ruft aber gleichzeitig die Sehnsucht nach der aus der Uni-Bibliothek bekannten Regensburger Verbundklassifikation (eine Systematik zur Erfassung von wissenschaftlichen Bibliotheksbeständen) hervor – da kann dann „Henriette Bimmelbahn“ von James Krüss neben „Thomas, die kleine Lokomotive“ von Wilbert Vere Awdry und Sachbüchern über Lokomotiven stehen und die Wünsche meines Sohnes nach Eisenbahnbüchern leichter erfüllt werden.